06.11.2025

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl zum 9. November

„Wer auf die Reichspogromnacht zurückschaut, darf die Augen nicht vor den Bedrohungen verschließen, denen Jüdinnen und Juden in Deutschland tagtäglich ausgesetzt sind“

Am 9. November jährt sich die Reichspogromnacht, in der die Nationalsozialisten 1938 im gesamten deutschen Reichsgebiet rund 400 Synagogen zerstörten und in Brand setzten sowie jüdische Geschäfte und Wohnungen verwüsteten und jüdische Friedhöfe schändeten.

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl
Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl sagt zum 9. November: 

„Der 9. November 1938, die Reichspogromnacht, erinnert uns an den tiefsten und dunkelsten Abgrund der deutschen Geschichte. Er schärft aber auch unsere Wachsamkeit für die Gegenwart, unseren Blick für die Dunkelheiten des Antisemitismus, die nie ganz aus Deutschland verschwunden sind und seit dem 7. Oktober 2023 dramatisch zunehmen. Wer auf die Reichpogromnacht zurückschaut, darf die Augen nicht vor den Bedrohungen verschließen, denen Jüdinnen und Juden in Deutschland tagtäglich ausgesetzt sind. Dem Leid ihrer Vorfahren gilt unser Gedenken, ihnen selbst unsere Solidarität und Unterstützung.“

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