Die Wahllokale in der württembergischen Landeskirche sind seit 18 Uhr geschlossen. Bei der Kirchenwahl am 30. November 2025 sind 90 Landessynodale und rund 7.000 Kirchengemeinderätinnen und-räte gewählt worden. Über 1,5 Millionen Evangelische ab dem 14. Lebensjahr waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.
Erfahren Sie hier den aktuellen Stand der Wahlergebnisse.

Die Grafik zeigt, wie sich die Sitze der Landessynode auf die verschiedenen Gesprächskreise verteilen.
Wählen Sie Ihren Wahlkreis, um die detaillierten Ergebnisse anzuzeigen. Ausgezählte Wahlkreise sind eingefärbt.
1 Stuttgart 2 Esslingen 3 Böblingen 4 Ludwigsburg 5 Rems-Murr 6 Heilbronn/Enzkreis 7 Schwäbisch Hall 8 Ostalb-Heidenheim 9 Ulm/Göppingen 10 Biberach/Ravensburg 11 Reutlingen 12 Tübingen 13 Rottweil/Zollernalb 14 Hohenlohe-Weinsberg 15 Calw/Freudenstadt
Gewählte Laien:
Dr. Markus Ehrmann (LG) - 17.643 Stimmen | Annette Sawade (EuK) - 14.673 Stimmen | Andrea Bleher (LG) - 14.225 Stimmen |
Gewählte Theologen:
Tobias Dürr (LG) - 17.378 Stimmen | Christof Messerschmidt (OK) - 12.465 Stimmen |
zu den detaillierten Ergebnissen aus Wahlkreis 7
Der Kirchengemeinderat und die Pfarrerin oder der Pfarrer leiten gemeinsam die Kirchengemeinde. Zusammen treffen sie alle wichtigen finanziellen, strukturellen, personellen und inhaltlichen Entscheidungen für die Kirchengemeinde. Das Gremium setzt gemeinsam Ziele, gestaltet gemeinsam Kommunikation, erkennt und löst Konflikte gemeinschaftlich. Diese arbeitsteilig und partnerschaftlich ausgeübte Gemeindeleitung ist eine spannende Aufgabe. Sie fordert aber auch Kraft und Zeit.
Die Mitglieder des Kirchengemeinderats tragen für viele Aufgaben der Gemeinde die Verantwortung:
Daneben wird sich der Kirchengemeinderat mit der Frage beschäftigen, welche besonderen Schwerpunkte zu setzen und zu realisieren sind.
Je nach Größe der Kirchengemeinde setzt sich der Kirchengemeinderat aus vier bis 18 gewählten Mitgliedern möglichst unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund zusammen. Die Kirchengemeinderätinnen und -räte werden bei der Kirchenwahl am 30. November für sechs Jahre gewählt.
Die Landessynode ist die gesetzgebende Versammlung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und bildet gemeinsam mit dem Oberkirchenrat und dem Landesbischof die Kirchenleitung. Die Synode entscheidet über kirchliche Gesetze, entscheidet über die Vergabe der Kirchensteuergelder und plant die Verteilung der Pfarrstellen. Außerdem wählen die Mitglieder der Landessynode – Synodale genannt – den Landesbischof.
Der aktuellen Landessynode gehören derzeit 91 Mitglieder an, darunter 30 Pfarrerinnen und Pfarrer sowie 60 Laiinnen und Laien, die direkt von den Gemeindemitgliedern in einer Urwahl – einmalig für die Evangelischen Kirchen in Deutschland – gewählt werden. Die Wahl findet alle sechs Jahre statt, das nächste Mal am 1. Advent 2025.
Drei Mal im Jahr treffen sich die Synodalen zu gemeinsamen Sitzungen. Weil die Treffen für die vielfältigen Aufgaben nicht reichen, gibt es verschiedene Gremien und Ausschüsse, die das ganze Jahr über arbeiten, zum Beispiel den Theologischen Ausschuss, den Ausschuss für Diakonie oder den für Mission, Ökumene und Entwicklung. In der Landessynode gibt es, ähnlich den politischen Parteien in den Parlamenten, aber ohne Fraktionszwang, die sogenannten Gesprächskreise: „Lebendige Gemeinde“, „Offene Kirche“, „Evangelium und Kirche“ und „Kirche für morgen“. Präsidentin der aktuellen, 16. Landessynode ist Sabine Foth.
Die erste Synode wurde übrigens 1869, also vor über 150 Jahren, einberufen, damit erhielt die Evangelische Kirche in Württemberg mehr Eigenständigkeit gegenüber Staat und König.